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Theater macht Schule

Bereits im Sommer 2016 hatte Markus Trabusch, der Intendant des Mainfranken Theaters Würzburg, mit seinen theaterpädagogischen...

Theater macht Schule

Bereits im Sommer 2016 hatte Markus Trabusch, der Intendant des Mainfranken Theaters Würzburg, mit seinen theaterpädagogischen Mitarbeiterinnen die Leitung der Adolph-Kolping-Schule besucht und über die Idee einer Zusammenarbeit zwischen Theater und Schule gesprochen.

Doch erst durch das große Engagement der Heilpädagogischen Förderlehrerin Frau Sturm konnte die Idee Gestalt annehmen. Gemeinsam mit ihrem Teamkollegen Oliver Glockmann und der Theaterpädagogin Maria Karamoutsiou führte sie im Schuljahr 2017/18 das Theaterprojekt „Auch Jungs haben Gefühle“ durch. Beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Einrichtung im Juni 2018 zählte die Vorführung zu den Highlights des Programmes.

Motiviert durch diesen tollen Erfolg setzte man nun auch das ursprüngliche Vorhaben um, so dass seit Februar 2019 eine Kooperationsvereinbarung („tusch100“) zwischen den beiden Institutionen besteht. Ziel ist es, dass jede Schülerin bzw. jeder Schüler der Adolph-Kolping-Schule einmal im Schuljahr eine Vorstellung des Mainfranken Theaters besucht. „Im Gegenzug“ stellt das Theater den teilnehmenden Klassen zusätzliche theaterpädagogische Angebote kostenlos zur Verfügung. Wie das konkret aussehen kann, davon berichtet nachfolgender Artikel, den Erik aus der 8. Klasse für die Wand- bzw. Schülerzeitung schrieb: 

Besuch im Mainfranken Theater

Am 19.02.19 waren zwei Personen vom Mainfranken Theater bei uns in der Schule. Sie waren in zwei Klassen und haben uns ein bisschen über das Theaterstück „Patricks Trick“ erzählt, das wir am nächsten Tag im Theater sehen würden. Sie haben mit uns Spiele gespielt wie z.B. „alle, die etwas gemeinsam haben“ sollten sich zusammenstellen. Es kamen Fragen wie „alle, die Geschwister haben“ sollen sich zusammenstellen oder „alle die, die gleiche Religion haben“. Bevor die Zwei gegangen sind, durften wir ein Stück vom Text selber spielen. Nico und ich haben das Stück gemeinsam in der Klasse vorgetragen.  

Am nächsten Tag waren wir im Mainfranken Theater in Würzburg. Wir sind zusammen mit der Klasse 7/8 mit der Straßenbahn in die Stadt gefahren.

Im Theaterstück ging es darum, dass ein 11-jähriger Junge namens Patrick in der Nacht auf dem Weg zum Schlafzimmer hört, wie seine Eltern darüber reden, dass Patrick vielleicht einen behinderten Bruder bekommen wird. Dieser kann vielleicht nicht richtig reden. Patrick fragt viele Leute nach Hilfe, was er dagegen machen kann. Er fragt seinen besten Freund, einen Boxlehrer, Professor Milch und noch viele andere Leute. Und er spricht auch mit seinem Bruder, mit dem er in Gedanken reden kann. Als seine Mutter ihm erzählt, dass Patrick einen behinderten Bruder bekommen wird, reagiert er gelassen und erzählt seiner Mutter, dass er alles gehört habe, was seine Eltern geredet haben. Am Schluss haben sich Patrick und seine Mutter einen Namen für den kleinen Bruder überlegt.

Im Theaterstück gab es insgesamt 12 Personen, die alle von Hannes Berg und Cedric von Borries gespielt wurden. Die Schauspieler haben durch ihre Stimme, Mimik und Gesten verschiedene Personen spielen können. Man konnte sich auch sehr gut die Person vorstellen, die sie gespielt haben. Ich fand das Stück sehr lustig und würde mir es auch nochmal anschauen! 
(Erik, Klasse 8/9 a)