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Kolping zeigt Flagge

Kolping leistet Nothilfe für die Ukraine

Kolping zeigt Flagge

Kolping leistet Nothilfe für die Ukraine

Am Kolpinghaus in Würzburg wurde als Zeichen der Solidarität die Ukraineflagge mit einer Friedenstaube gehisst. Die Kolpingverbände in Europa mobilisieren ihre Kräfte, um kriegsleidenden und flüchtenden Menschen aus der Ukraine zu helfen. KOLPING INTERNATIONAL koordiniert die humanitären Maßnahmen der Verbände und unterstützt sie mit Mitteln aus seiner Ukraine-Spendenaktion.

Seit Kriegsbeginn sind europaweit zahlreiche Verbandsebenen im Internationalen Kolpingwerk im Einsatz, um den Menschen in der Ukraine und in den Nachbarländern, in denen sie Zuflucht suchen, mit humanitärer Hilfe zur Seite zu stehen. In der Ukraine hat der dortige Kolpingverband mit rund 600 Mitgliedern seine sozialen Einrichtungen umgehend in Flüchtlingsunterkünfte umgewandelt. Wo früher Kinder, Senioren oder Menschen mit Autismus gefördert wurden, finden nun Binnenvertriebene Obdach und werden verpflegt. Die Zentren befinden sich im bislang von Kriegshandlungen verschonten Westen der Ukraine – in Czernowitz, Lviv/ Lemberg, Uschgorod, Scharhorod, Iwano-Frankiwsk und Winnyzja. Während der vergangenen zwei Wochen haben bereits mehrere Hundert Flüchtende die Notunterkünfte genutzt. „Es sind vorwiegend Frauen mit Kindern, die eine oder mehrere Nächte in den Herbergen verbringen und auf Wunsch Hilfe für ihre Weiterreise erhalten“, berichtet Vasyl Savka, Geschäftsführer von KOLPING Ukraine. Einige Standorte bieten zusätzlich psychologische Betreuung und spezielle Strukturen für Familien mit behinderten Kindern an. Auch andere Hilfsaktionen sind aus der Not heraus bereits entstanden – in Czernowitz zum Beispiel eine Suppenküche, in der Kolpingmitglieder täglich bis zu 400 warme Mahlzeiten für die Bevölkerung kochen.

Die Kolpingverbände in den Nachbarländern Polen, Rumänien, Slowakei und Ungarn halten ebenfalls Notunterkünfte für Geflüchtete bereit. Mit Unterstützung von Freiwilligen kümmern sie sich um die oft traumatisierten Ankömmlinge, holen sie von den Grenzen ab, stellen Schlafplätze und Verpflegung sicher. Dies geschieht in engem Austausch mit den ukrainischen Kollegen, mit denen sie Fluchtwege koordinieren. Darüber hinaus sind die osteuropäischen Kolpingverbände im Dauereinsatz, um Hilfsgütertransporte zu organisieren und die ukrainischen Kolpinggeschwister und ihre Notunterkünfte mit dringend benötigten Dingen wie Lebensmitteln, Decken, Feldbetten, warmer Kleidung und Medikamenten zu versorgen.

Diese humanitären Hilfsmaßnahmen werden zu einem großen Teil von KOLPING INTERNATIONAL finanziert. Dazu wurde gemeinsam mit dem Kolpingwerk Deutschland eine Nothilfe-Spendenaktion gestartet, die überaus große Solidarität erfährt: KOLPING INTERNATIONAL konnte bereits 400.000 Euro für die Ukraine-Nothilfe bereitstellen. Und auch andere europäische Kolpingebenen sammeln sehr engagiert Spenden sowie Sachspenden und organisieren Hilfstransporte. Erste größere Hilfsgüterlieferungen aus Rumänien und Polen haben die verschiedenen Standorte von KOLPING Ukraine bereits erhalten.

„Es ist wirklich beachtlich und bewundernswert, was sämtliche europäischen Kolpingebenen – seien es National- oder Diözesanverbände oder gar einzelne Kolpingsfamilien – in den zwei Wochen seit Kriegsbeginn alles auf die Beine gestellt haben“, sagt Dr. Markus Demele, Generalsekretär von KOLPING INTERNATIONAL. „Wir sind stolz und dankbar, dass wir unsere verbandlichen Strukturen in dieser Krise so rasch und effizient für gemeinsame humanitäre Hilfe für die Ukraine nutzen können. Darin zeigt sich auch, dass unsere jahrzehntelange Arbeit, Strukturen in den Zivilgesellschaften der einzelnen Länder aufzubauen, wirklich gelungen ist. Und das nicht nur innerhalb der Länder, sondern international vernetzt.“ Msgr. Christoph Huber, Generalpräses von KOLPING INTERNATIONAL, ergänzt: „Unsere Verbände in Europa arbeiten Hand in Hand für ein Ziel. Das verbindende Gebet und die Gemeinschaft setzen dafür momentan Kräfte frei, die unvorstellbar sind.“

Im Diözesanverband Würzburg ist die Spendenbereitschaft ebenfalls hoch, Kolpingsfamilien sammeln Spenden und organisieren teilweise eigene Hilfstransporte.

Der Diözesanvorstand des Kolpingwerkes Diözesanverband Würzburg ruft weiterhin dazu auf die

Ukraine-Nothilfe von KOLPING INTERNATIONAL zu unterstützen:

KOLPING INTERNATIONAL Cooperation e.V.
IBAN: DE74 4006 0265 0001 3135 00
BIC: GENODEM1DKM
DKM Darlehnskasse Münster eG
Stichwort: Ukraine-Hilfe

www.kolping.net/ukraine

KOLPING INTERNATIONAL ist ein katholischer Sozialverband mit rund 400.000 Mitgliedern in 60 Ländern, der 1850 vom Priester und Sozialreformer Adolph Kolping gegründet wurde und seinen Sitz in Köln hat. Unsere Vision ist eine gerechte Welt, in der jeder ein Leben in Würde führen kann. Mithilfe seiner Fachorganisation für Entwicklungszusammenarbeit trägt der Verband seit 1969 weltweit dazu bei, Armut zu bekämpfen und starke zivilgesellschaftliche Strukturen aufzubauen – in Afrika, Lateinamerika und Asien genauso wie in Mittel- und Osteuropa.